Selbstverständnis der Bundeskonferenz (Buko)

Wer wir sind:

Die Bundeskonferenz ist der Zusammenschluss aller agmaven und Gesamtausschüsse im Bereich der Diakonie Deutschland.

In den jeweiligen diakonischen Werken der EKD haben sich Zusammenschlüsse von Mitarbeitervertretungen aus den diakonischen Betrieben gebildet. Diese bilden Arbeitsgemeinschaften der MAVen (AGMAV) oder Gesamtausschüsse der MAVen (GA). Die Aufgaben der AGMAV/GA sind in den Mitarbeitervertretungsgesetzen der Landeskirchen beschrieben. Auch Gesamtmitarbeitervertretungen können Mitglied der Buko sein (Aktuell: CJD und Johanniter)

Wir sind die in Stufenwahl gewählte Interessenvertretung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Diakonie. Wir sind Teil der Vertretungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der sozialen Arbeit. Wir arbeiten mit entsprechenden Interessenvertretungen anderer kirchlicher und sozialer Verbände sowie den Gewerkschaften zusammen.

Was uns wichtig ist

Wir organisieren den Informationsaustausch auf Bundesebene. Wir fördern den

Diskussionsprozess um das kirchliche Arbeitsrecht. Wir stellen gemeinsame Forderungen, wir initiieren Aktionen, Demonstrationen, Kundgebungen, Tagungen und Fortbildungen. Wir unterstützen die AGMAVen/GAs durch Informationen, Erfahrungsaustausch, Koordination, Kooperation, Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen. Wir kooperieren mit der Stäko (Ständige Konferenz im verfasst­kirchlichen Bereich) und mit der BAG MAV, dem Bundesgremium der katholischen Interessenvertretungen.

Rechtsverstöße, diskriminierendes Verhalten und benachteiligende Bedingungen bekämpfen wir indem wir sie aufdecken und öffentlich machen.

Solidarität ist für eine soziale Gesellschaft unabdingbar. Solidarisches Handeln ist notwendig und unverzichtbar für unsere Tätigkeit und für das Erreichen unserer Ziele. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen sind für uns ein unverzichtbares Gut, deshalb setzen wir uns für die Förderung von sozial- und tarifpolitischer Solidarität in der Gesellschaft ein.

Verbesserung der kollektiven Interessenvertretung

Wir setzen uns ein für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Mitbestimmung. Diese wird am besten durch die Anwendung und Weiterentwicklung der staatlichen Gesetze verwirklicht. Auch in diakonischen Einrichtungen, Konzernen und Aktiengesellschaften muss die Geltung des BetrVG und der Unternehmensmitbestimmungsgesetze erreicht werden.

Ein Abbau von Rechten der Arbeitnehmer/innen darf zu keiner Zeit hingenommen werden. Deshalb nehmen wir Einfluss in Kirche und Diakonie.

Unsere Ziele sind Mitbestimmung auf Grundlage des BetrVG im Betrieb und die Geltung von Tarifverträgen in der Fläche.

Tarifverträge werden von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ausgehandelt.

Es zeigt sich, dass die Gestaltung von Arbeitsrecht in Kommissionen nicht geeignet ist, das strukturelle Ungleichgewicht der Arbeitnehmer/innen gegenüber den Arbeitgebern aufzuheben. Damit es bis zur Geltung von Tarifverträgen nicht zu weiteren Verschlechterungen der Arbeits- bedingungen kommt, halten einige AGMAV/GA an der Mitarbeit in arbeitsrechtlichen Kommissionen fest.

Was wir nicht sind:

Die Buko ist keine "Ersatzgewerkschaft"; speziell die Aufgaben der Tarifarbeit will und kann die Bundeskonferenz nicht ersatzweise übernehme.

Die Bündelung der Interessen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der sozialen Arbeit sehen wir bei der Gewerkschaft ver.di, die als Gewerkschaft innerhalb des DGB für unsere Bereiche zuständig ist.